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Im Himmel lagen Scherben , weit verstreut
lagen sie , manche silbern glänzend, andere wiederum sahen
wie Staub aus und doch lächelnden sie Mein Mund war wie
ein öliger Schwamm der meine Zunge wie Schnaps umarmte und
an der Decke hing ein Leuchter der ganz genau wußte auf wen
er strahlen sollte Nein, nicht auf mich, ich sah ihn doch nur
an. Er hing so leblos an der Decke, er strahlte verloren wie meine
Zähne im Blitzlichtgewitter. Immerhin einmal wurde ich Photographiert.
Damals .Ich war noch ein Kind - Ein kleines Kind, schüchtern
und in Schmetterlinge verliebt Irmhild war auch immer so eine
wie ich. Wir sammelten damals Regenwürmer. Welche mit Streifen.
Gelb waren sie, und diese Würmer hatten kein hinten und vorne.
Wir kauten ihnen Blätter vor, liebten sie ein Weilchen, bewahrten
sie nur einen Tag in Irmhilds Schürzentasche. Aber an was
denke ich da auf einmal Alternder Wecker hat geklingelt , arbeiten
gehendes Radio geht an ; es wird gespielt ; die Bayernhymne.
Schreckliche Träume .Wir lieben uns ein Weilchen nur ,gehen
nüchtern und verloren an den Kühlschrank "Saufdichzu".
Nur nicht hingehen ,ja sagen, nein sagen überhaupt etwas sagen
, oh Gott ,nur nicht denken. Aber da war auch gleich das Mofa,
die Gartentür geht zu. Renntengteng renntengten. Peng!
Lastwagen links, Straßengraben rechts, und all diese Stoßstangen,
mannshohe Reifen Und erst den Regen im Gesicht . Heute ist
kein Tag zum Sterben, fahr weiter, fürchte dich nicht.
Rengtengtengtengen Renitenten Renng. Ich war vor ihm da. Er
fuhr einen BMW, er hatte wohl 200 PS oder mehr. Aber ich kam immer
vor ihm an der Stechuhr an. Wir wohnten im selben Kaff. "Morgen
Krieg ich dich" ,sagte er, doch er bekam mich nie.
Ich war immer eine halbe stunde vor Anpfiff am Stechen war es einfach
viel leichter sich umzuziehen .Den Schrank aufgemacht
mit den Arbeitsklamotten . In den anderen Schrank daneben die Altagsklamotten
reinhängen. Und auf einmal stands'de da in Unterhosen und wußtest
überhaupt nicht aus welchen Schrank du die Klamotten nehmen
solltest. Es war einfach so ein Montag morgen ,oder einer
mitten drin . Das zeigte sich dann schon. Hauptsache richtig
anziehen. Dann kamen die Autofahrer! Nur raus weg .Sie kamen
alle auf einmal .Die Tür von der Umkleide schlug niemals zu.
Ich hielt denen nur grüßend die Tür auf und war
der erste der sich einen Kaffee zog. DIE MOFAFAHER
Ein paar Hundertfünfzigprozentige waren schon an ihren Maschinen.
Kein Gong und nichts, aber sie arbeiteten. Spann auf spann auf,
sangen die Maschinen Kollegen kamen sich wichtig dabei vor. "Wir
arbeiten vor der Zeit". In der Klapse hab' ich auch einen
kennen gelernt. Jesus vor der Zeit .Der erhängte sich dann
später an `ner Stuhllehne mit seiner Unterhose. Ich kam gerade
vom duschen zurück und fand ihn wie er da so `rumhing. Wir
rauchten immer eine Selbstgedrehte zusammen vor dem Frühstück.
Jetzt hatte ich eine mehr für mich. Einen von denen traf
ich am Kaffeeautomaten. Links von uns der BIERAUTOMAT. "Hey
man wir müssen fleißig sein", sagte ich. "MEINE
MASCHINE LÄUFT" Und ich drückte auf Kaffee mit
allem. Extra süß, EXTRA HELL .Von allem EXTRA. Es dauerte.
Die Maschine machte ihren teil. Und hinter mir standen Typen
an und die fluchten ,weil ich alles EXTRA haben wollte. Ich
hatte mein en Drink, verschwand um die Ecke. Da war er, mein Arbeitsplatz
und es hatte noch nicht einmal gepfiffen. ARSCHLÖCHER!
"Hey Franki" .Ich sah einen Kollegen wieder. Noch
einen und wieder einen jetzt erst recht einen und da schlappte noch
einer auf uns zu. Ich war nicht der erste. Unsere Arbeit bestand
darin jedem Maschinisten das zu geben was er brauchte. Bohrer Fräser,
Gewindeschneider in allen Variationen. Alles nach Zeichnung und
Vorgabe von den Technikern die das ausgeheckt hatten nach ihren
Vorstellungen und Ideen. Die Sachen hatten Nummern - jedes nach
seine Art und waren somit unverwechselbar , wir brauchten sogar
einen Computer mit all den Daten und Auflistungen um damit klar
zu kommen . Tausenderlei und wir mußten wissen was für
was zu gebrauchen war und was für das andere nicht taugte.
Die einen bestellten das Werkzeug, schoben es in die computergesteuerte
Fräsmaschine mit allen Daten von Länge und breite und
noch so allerhand und starteten das ganze gerät und das war's
auch schon. Die dachten nie daran, daß sich einer von
uns vertun konnte. Falsche Nummer, falsches teil und alles war zum
Teufel . Die warteten heimlich auf solche Sachen. Naja, Flugzeuge
stürzen auch ab , Schiffe gehen unter und die Sterberate liegt
bei hundert Prozent . Wir lasen Zeitungen von gestern . Sagten
kein Wort. Jeder hatte eine Zeitung vom Vortag, las die fetten
schwarzen Überschriften und wenn wir genug davon hatten teilten
wir die Dinger untereinander aus. Die Welt ist einfach prima erschreckend.
Ich drehte mir eine Kippe. Gleich mußte es pfeifen. Ich rauchte
sie an. Dann pfiff es. Wir sahen uns an . "Warum
kann ein Bierautomat nicht den Sinn vom Feierabend abgeben?".
Achselzucken , ein DU WEISST SCHON und wir hielten unseren
Arsch wieder hin. Alle Stanzen machten auf einmal kawumm . Die automatischen
Fräsmaschinen wimmerten wie gehabt. Und wir auch. Der Tag
hatte uns wieder. Wir hatten eine Theke, bald zwanzig Meter
lang. Überall Schubfächer. Abgesperrte SCHUBFÄCHER
mit 'nen Haufen Kram 'drin. Fräser in allen Größen,
und hinter uns waren Regale, und neben uns gab es Regale mit Aufnahmen
wo all der Schrott eingespannt werden sollte. All so`n Mist eben
damit in den Maschinen eben das fabriziert werden konnte was sein
mußte. Ach was sag` ich da. Wir hatten auch einen PATERNOSTER
mit allem ERSATZ drin. Dreitausendfünfhundert Sorten die alle
ihre Bestimmung hatten. Sieben Meter hoch, vier Meter breit und
zweizwanzig tief. Computergesteuert. Ich ging zum Schlüsselkasten
hin, schloß ihn auf UND HOLTE MIR DEN Generalschlüssel
für all die schränke raus, sperrte auf. Die Maschinen
machten KAWUMM! "Mein Gott was hab ich verbrochen !"
Arbeiten wollte ich nur und meine ruhe haben. "Franki hol
ein Bier oder ich gehe wieder". Er sah mich bald zu lange an
,er verschwand um die ecke zum Bierautomat und kam mit
zwei Flaschen wieder. Der Tag hatte uns, und wir den Bierautomaten.
Und wir machten unsre Arbeit. Unbefangen-katerfrei, und scheiße
noch mal. "Geh nie Arbeiten", hat mein Vater immer
zu mir gesagt, "Das iss die Hölle", hat er gesagt
und trotzdem ging er hin. Vielleicht sollte was aus ihm werden.
Die Maschinen machten KAWUMM. Ich dachte an Feierabend, an den Bierautomaten
der nicht leer werden sollte, an mein Mofa, daß mich hier
her brachte und auch wieder zurück, hier raus bringen
mußte. Was sonst. Es hat zur Arbeit gepfiffen denn prost
. Ich hörte die Kronenkorken zischen, spürte einen
Schlag in den Rippen wieder bei mir, bei Frank, beim Bier, beim
prost in der Arbeit und beim KAWUMM. Scheiß MONTAG
Meine Mutter hätte mich da nie hin geschickt wenn die das wüsste.
_____________________________________________ Am Abend gab es
Feinkost in der Glotze. Von Wum, monthi und fang dir das Glück
. Ich hatte bessere Trümpfe. Wodka, Bier, Verhüterlie
und Chips. Die fetten aus der Norma im ewigen Angebot. Ich wollte
meine ruhe haben, den Kühlschrank leer fressen ,vor mich hin
furzen im Morgenrock und nur auf den kommenden Arbeitstag warten
Tage für alle Verlierer . Einfach so. Und dem HERRN wollte
ich auch danken . Meine Füße stanken, mein Arsch,
meine Axel rochen, meine Haare luderten fettig in der Stirn 'rum.
Ich sah den Mülleimer an und wollte mit ihm weggetragen werden.
Scheiß Feierabend, warum ist die Nacht nicht 'rum? Das Telefon
klingelte. Es war April. Ich wollte das Telefon an die
wand schmeißen, den verdammten Postminister verbrennen, so
richtig Feuer und Flamme mit der ganzen verdammtem Welt. "Ja
?". "April !". "Astrein". "Ich
dachte, ich ruf ` dich mal an, einfach so eben an. Ich hab 'ne neue
Tussi aufger issen und zu rauchen hab ich auch was da, willste nicht
vorbeikommen oder am besten ich komm gleich mal rüber. Bis
dann" April legte auf. Ich wollte einfach nur FEIERABEND
machen. Sie kamen an. April schwankte die Treppen zu mir rauf
- ich wohnte unterm Dach vier Treppen hoch. Im Schlepptau seine
Neue. Warum mußten sie so irre Laute von sich geben? "Gleich
haben wir's geschafft .Eine Treppe noch jetzt ist es so weit"
. Und da schnauften sie hoch und ich sah sie vom Treppenschacht
aus kommen, schwitzend stöhnend und eine Tür unter mir
ging auf . Ein Schrei : "In fünf Minuten hole ich
die Polizei, alle zwei tage diesen ärger!" Warum lebe
ich noch? Diesen Satan von Mitbewohner will keiner im Himmel haben.
Hach! Ich bin doch ein anständiger Mensch verdammt noch mal!
April schlug die Tür hinter sich zu und bugsierte seine neue
Flamme an mir vorbei Richtung Wohnzimmer und sie schmissen
sich auf das Sofa. "Wie findest du sie?", fragte er
mich stolz . Ich war da, mein Kühlschrank, Bier war da.
Schnaps auch und ein Fleischermesser in der Schublade. Die Polizei
in fünf Minuten. Was hab ich nur angestellt? Sie stand
vom Sofa auf und drehte sich im Kreis. Schwarze Haare, schwarzer
Schlapperpullover, zwei links zwei rechts gestrickt, schwarze hautenge
Lederhosen die ihre Möse abzeichneten, schwarze Turnschuhe
wie sie die Boxer im Ring tragen. Sie drehte sich immer noch. Eine
Figur wie eine Ballerina. Weiß geschminkt, schwarzer Lidschatten
auf ägyptisch gemacht. Die Lippen auch in Schwarz. Sie
drehte sich. Ihre Augen waren auch schwarz, glasig und nicht ganz
bei der Sache. Ich tippte auf Valium. Zehner Valium mit einem Promille.
Sie drehte sich noch immer, kicherte, tänzelte an mir vorbei,
geriet dabei leicht ins taumeln und setzte sich endlich neben
April auf das Sofa. "Hey ich bin Barbi" stellte sie
sich vor. "Hast du Mineralwasser da? . Ich stand da mit
offenem Mund. Was für eine Stimme. Wie samt, weich und zärtlich
als würde man eine Katze streicheln. Und diese Sphinxaugen,
orientalisch, ihr Augenaufschlag, ihre Bewegungen und alles. VALIUM.
Ich gab ihr ein Glas Leitungswasser, April und mir Bier. Ich
setze mich dazu. Schweigend, leblos. April baute einen Joint. Elegant
wie immer. Eine Tüte wie sie auszusehen hatte nicht zu lang
und nicht zu fest gerollt mit ordentlich Durchzug. Morgen früh
um fünf mußte ich wieder raus, und jetzt das. Mein
Chef wollte mich wieder haben, die Kollegen, der Vorarbeiter, der
Pförtner wollte mich sehen und der Bierautomat, die Stechuhr
und tot und Teufel.- Jesus auch. Wir zerrten uns das Zeug rein.
Tief, gierig als würde unser leben dran hängen. Ich kicherte,
April kicherte, Barbi kicherte und dann war sie hinüber ein
Schatten ihrer selbst gleich ihrer Maskerade selber. Armes Ding.
April war Arbeitslos, ein arbeitsloser Metaller, der seine Abfindung
von drei Monatslöhnen plus Prämie durchgebracht hatte
und nun alles treiben ließ. Die Welt, Hoffnung auf Besserung
der Zustände, dem Dope, den Feierabendverkehr das Leben, das
Arbeitslosengeld, auch Gott und was noch alles dazu gehört.
Und nicht zu vergessen die Scheißhaustaler ohne die in der
Maloche nichts lief. Wir rauchten uns weit weg, weiter weg
als sonst, beinahe in die Nähe von Barbi. Schwarzweiß
und arschlecken. Wir bekamen Schmacht auf Süßes, auf
Rollmops mit Sauerkraut, einen Maggiwürfel konnten wir auch
gut vertragen. Astreines Zeug eben wenn man gut drauf is´.
Wo er das Zeug nur her hatte. Verdammter Dealer! Ich hatte
alles da. Barbi wirkte ziemlich leblos. Ihr Atem ging
recht flach, ich fühlte ihren Puls. Er war kaum fühlbar,
flach und rasend schnell. Ich stieß ihr in die Rippen, sie
schlug die Augen auf, sagte: "Hey, willste meine Titten sehn
" und schon war ihr Pullover hoch und die Dinger schaukelten
vor meiner Nase rum. Sie war lebendiger als ich dachte. April blinzele
vor sich hin fummelte mit dem Feuerzeug an seinem Peas rum und ließ
sich nicht stören. "Gefallen sie dir?" , lallte
Barbi, "Die sind mir mächtig gut gelungen". Sie schlenkerte
sie ein wenig hin und her daß es klatschte und versteckte
sie wieder. "Weck sie nie auf wenn sie zu ist, da macht
sie immer solche Sachen", sagte April. Barbi lehnte sich
an April und machte weiter auf tot. "Sie hat mächtige
teile, Herrje, mächtige sogar, da kann´ste sogar..."
"Zieh Mann und laß dich nicht von Titten irritieren".
Ich nahm den Joint und die Welt hatte mich wieder. Es wurde
ziemlich spät. Wir tranken meinen Biervorrat weg, schnabbulierten
noch ein wenig Wodka, rauchten alles auf bis, Sterne um uns tanzten.
Zwischendurch sahen wir aus dem Fenster auf das Dorf herab. Dunkelheit,
Laternenlicht, tot, alle Häuser lichtlos, geparkte Autos, keine
Katze ließ sich blicken nicht einmal ein besoffener Spätheimkehrer
war zu sehen. Alles schlief. Nur wir nicht. Die Wolken
trieben tief dahin, groß und mächtig waren sie aufgetürmt,
der Vollmond lugte dazwischen durch und es schien als
wollten all die Wolken das Dorf unter unseren Füßen dahinraffen
und mit einem großen grinsen verschlingen. Keine Ahnung
wie ich die beiden los wurde. Ich hörte am andren morgen nur
den Wecker und kam erst so richtig unter der dusche wieder zu mir.
Was haben die beiden von mir gewollt? . Ich trocknete mich ab, zog
mich an, drehte mir eine Zigarette. Was verdammt noch mal haben
die von mir gewollt? April kommt mit seiner schwarzen Schickse,
halb tot noch dazu, sie zeigt mir ihre Titten. Was haben die beide
von mir gewollt? Ich ging ans Giebelfenster und sah raus. Es
sah nach Regen aus. Kurz nach fünf war es, dunkel, Anfang Februar,
kurz vor der Stechuhr. Warum lebe ich noch? Vorsichtshalber
zog ich mir noch meine Regenklamotten über. In der Spedition
schräg gegenüber wurden die ersten Lastwagen beladen.
Fleißig, fleißig schepperten die Rollkontainer.
So ein Lastwagen kann einen mächtig bange machen. Die Dinger
überholen dich mit einem halben Meter abstand. Da kannst du
nur noch grade ausschauen, den Lenker festhalten und die Luft anhalten.
Augen zu und durch geht da nicht. Du siehst dich mit offenen Augen
unter die Räder liegen. Blobb,blobb,blobb und hoppla, aber
mit offenen Augen. Welch dunkle Gedanken. Schnell noch einen
Schluck kalte Milch aus dem Kühlschrank, Hut , Regenschirm
und Brille geschnappt, Tür zu und die vier Treppen runter.
Das leben hatte mich wieder. Ich nahm noch die Zeitung aus dem Briefkasten
mit. War mir ein Rätsel warum so ein Zeitungsausträger
so bald auf den Beinen ist. Vielleicht spinnen alle Zeitungsträger
oder sie haben spleenige Frauen im Bett oder umgekehrt. An der Zeitung
wird's bestimmt nicht liegen. Oder sonst was. .- Was hat April
mit seiner Tussi bei mir gewollt. Ich machte das Garagentor
auf und holte das Mofa raus. Im Gepäckkorb verstaute ich die
Zeitung. Das Mofa sprang beim zweiten mal an. Eine gute Leistung
für das gute Stück und ab ging es. Links abbiegen,
dann gleich die nächste rechts bis zur Hauptstraße, noch
mal links ,gleich wieder rechts nach der Tankstelle. Eine sehr tückische
Kurve weil sie immer enger wurde, dann über die Bahngleise
geholpert. Der Freeway hatte mich wieder und es war noch kein Aas
auf der Straße, nur ich und meine Mansarde lagen hinter mir.
Nach einer weile überholte mich ein Sattelschlepper ,aber ganz
auf der linken Seite. Voll aufgeblendet. Der hatte sicher angst
vor mir oder mein Rücklicht brannte nicht. Mein Gott! April
und seine neue waren mir jetzt auch egal. Warum muß er auch
immer mit dope antanzen und einem das Gehirn durcheinander bringen?.
Ich fahre Mofa, in die Arbeit ,noch eine ecke zu. Niemand kann
mich totfahren, nicht einmal ich. Die Flugplatzkreuzung hatte schon
eine menge Leute ins Grab gebracht. Ein Stopschild ,angehalten,
geguckt und ab die Post darüber hinweg und rechts auf den Radweg
eingebogen. Gleich haben mich die Chefs, bekomme ich die Stechuhr
zu spüren. Ein Nachbarsjunge hatte sich vor kurzen in der
nacht an der Kreuzung mit seinem Bike in den Tod gefahren. Es mußte
ihn wohl einer leicht gerempelt haben als er rüber ist. Am
Rücklicht nur. Er wurde in die Prärie geschleudert ,kalt
war es auch noch dazu und als man ihn zufällig fünf stunden
später fand war er an Unterführung eingegangen. Sein Bike
war auch nicht mehr zu gebrauchen. Totalschaden. Er kam von der
zweiten Schicht. Naja, ich fahre Mofa und nicht so ein hundert PS
teil. ___________________Es gab eine menge Unruhe in der Firma.
Es ging das Gerücht, daß Leute entlassen werden mußten
wegen der schwachen Konjunktur und der schwachen Auftragslage. Es
hieß, daß sich die Leute unser Zeug nicht mehr leisten
konnten weil unsere Löhne zu hoch waren. Unser Durchschnitsverdienst
lag dreihundert Mark über den Satz der Sozialhilfe. Bei einigen
noch niedriger. Viele von uns hatten schulden am Hals oder waren
Saalkehrer, untere Lohngruppe. In der Welt der Arbeit ein nichts.
Es begann die zeit der Möchtegerndurchblicker, die hofften
sich durch Strebertum einen Namen beim meister zu machen.
Den meistern ging es auch nicht viel besser wie ihren untergebenen.
Sie waren Angeseilte , Gehaltsempfänger denen es auch
an den Kragen gehen sollte. Luser verwandelten sich in Hitzköpfe
die auf einmal alles besser wußten, die coolen wurden noch
gelassener, weil ihnen alles erst recht am Arsch vorbei ging. Die
cleveren wurden stiller, gesichtsloser und sogar die Trinker ließen
sich weniger mit einer Bierflasche blicken. Dann hieß
es: Kurzarbeit ist angesagt. Sechs tage vorerst für Monat März
und sehen mal weiter. Für manche Abteilungen galt das nicht.
Die Auftragslage und der Kunde erwarten schnellste Zufriedenstellung,
hieß es. Wer war hier nun die hure, wer der freier? Die
Häuslebauer jammerten wegen ihrem 10e, weinten weil ihre Frauen
um ihren Halbtagsjob bangten. Was sollte nur werden! Tage später
hing ein Wisch von den am schwarzen Brett der alle Gerüchte
bestätigte. Wer gehen will kann gehen, 100 Mann hoch und
ein jeder bekommt noch obendrein 'ne dicke Prämie mit auf den
weg. Das war ein Wort. Ich dachte an April. Scheiße noch mal.
Es gab eine Tabelle. Nach Betriebszugehörigkeit, nach Lohngruppe
nach Altersgrenze. Alte Daddys über 57 zählten extra,
für die hatten Sie einen besonderen Trick auf Lager. Es traute
sich anfangs keiner recht länger vor dem Aushang zu stehen,
es konnte ja wer einen beobachten. Sie rechneten schnell alles
im Kopf zusammen und taten dabei so als würden sie die Speisenkarte
von der Kantine studieren. Die mutigen stellten sich mit dem Taschenrechner
davor, nickten zufrieden oder schüttelten den Kopf. Es fanden
sich auch kleine Gruppen von drei vier Mann ein, nur kurz, die halblaut
diskutierten. Das ging einige tage so zu und bald hing das schreiben
in seinem Kasten wie ein totes Stück Papier. Sepp, altgedienter
Mann, gackelte nicht lange. Er hatte sich alles ausgerechnet, ging
hoch ins Personalbüro und unterschrieb seinen ABLÖSEVERTRAG,
dann ging er zu seinen meister ließ sich einen Passierschein
aushändigen für den Pförtner und wir sahen ihn nie
wieder. Er hatte für die Firma 28jahre den Arsch hingehalten.
Es gab auch Heimlichtuer die sich selber verrieten. "Mal
ganz unter uns, du mußt es ja nicht weitersagen. Ich höre
auch auf". Dann ging das Gelaber los bei den Jungen über
Schaltpläne ,weiterkommen für die Zukunft ,mal richtig
kohle zu verdienen nach der Ausbildung zum Techniker werden, die
wissen nicht was sie an einem haben. Und so weiter , laber schmarr.
Heimlichtuer. Ich tat meinen Job, sah mir das Panoptikum um
mich herum an. Die Arbeit wurde richtig spannend. Kein Tag wie der
andere. In den Abteilungen wurde abschied gefeiert. Ein Kasten
Bier hier ein Kasten dort. Die Stimmung war riesig Besonders
in der Spätschicht nachdem alle Chefs verschwunden waren und
alles an der Arbeitsmoral vom Schichtführer abhing. Sicher,
Kontrollen gab es. Jeder mußte auf seine zeit nach teilen
kommen. Na und. Heute mehr, morgen weniger und die Maschinen ließen
sich auch ein bißchen hochkitzeln. Zu uns mußte
jeder Penner aus welcher Abteilung auch immer , wegen jeder Kleinlichkeit
antanzen. Wir besaßen den Überblick von der winzigsten
schraube aufwärts für fünf Pfennige bis zu Werkzeugen
von zehntausend Mark und mehr. Alle Freibierkästen standen
uns offen. Hauptsache die Maschinen liefen und das Bier. Dann
war die gute zeit rum. Nur hier und da ein Urlaubskasten - ach nur
durch Zufalls- ein Geburtstagskasten. Kindstaufen und Entbindungen
waren eh Mangelware. Es gingen die guten Leute weg die wußten
was sie taten. Der Schrott, die Trödel und Möchtegroß
blieben. Wer sollte sie auch nehmen. Hier hatten sie keinen plan
und in den andern firmen der Stadt gab es genug von ihrer Sorte.
Im Grunde wollte sich die Firma gesundschrumpfen. Meinetwegen.
Dann wurde der Produktionsleiter geschasst. Ein giftiger Hund. Wenn
der sich blicken ließ ging es wie ein Lauffeuer durch die
Abteilungen. "VORSICHT DER KLEE` KOMMT" .Meine fresse!
Er war ein agiles Bürschchen, einsfünfundsechzig, hager,
graues Gesicht, die schwarzen haare linksgescheitelt, leicht pomadig
- und dunkler Nadelstreifenanzug. Er schien immer zornig und frustriert
zu sein, und wehe es paßte ihm was nicht. Der sah einen eine
Zeitlang zu aus einen toten Winkel halb versteckt, stand neben einen
und.. Der Mann hatte ein Organ! Dagegen konnte keiner an. Oberchef
eben. Ich erlebte ihn nur einmal in unserer Abteilung. Alles
war auf den neuesten stand gebracht mit der Lagerverwaltung und
so. Computer, Messmaschinen und alle fetz. Eine Japanische Truppe
war angesagt die den ganzen Schrott besichtigen sollte. Da stand
er nun der KLEE` und wartete auf die Bande. Ich schraubte an meiner
Werkbank ,schielte ihn an. Er stand da, die Fäuste in der Seite,
fickrig und unzufrieden wie üblich. "Das Bild da,
der Kalender muß weg". Er deutete auf unseren Kalender
mit geiler Frau. Ihre Möse konnte man sogar sehen. Er sagte
es als würde er mit einem Arschloch reden. Also nahm ich den
Kalender ab und warf ihn in die Papiertonne. Wortlos. Ich arbeitete
demütig weiter, schielte ihn über die Schulter an.. Na
ja ein Chef der auch wie ich versuchte das Leben hinter sich zu
kriegen. Eigenartige Persönlichkeiten auf die immer hinter
der Hand geschissen wird Die Japaner ließen sich immer noch
nicht sehen. Er lief hin und her, die Fäuste in der Seite ,blieb
hier stehen, sah sich dies und jenes an, hielt vor unserem ewig
großen Paternoster an, betrachtete die Computeranzeige nachdenklich
- ich schraubte und schielte - warf dann den Kopf in den Nacken
und sah mir diesen riesigen Schrank von oben nach unten an.
Kleiner Mann vor großem Schrank. Grotesk. Vor so einen
kann ich keine angst haben, der Mann ist einfach spannend. Er moserte
an unsere Unsauberkeit rum. Die Werkzeugwägen waren ihm zu
versifft. "Ich hatte die mir für heute vorgenommen,
wenn ich mit dem Auftrag fertig bin" ,log ich und deutete auf
mein Werk. Er gab sich zufrieden, nickte verdrossen .Seine Augen
suchten weiter. Ich wollte mal in sie hinein sehen, einen Blick
erhaschen ,aber da kamen die Japaner. " Verdammte Heiden!"
Ich hatte mir vorgenommen, das kochen bleiben zu lasen. Es gab ja
eine Kantine, eine mit Sternen weil sie einen preis gewonnen hatten.
Die Kantienenesser kamen immer beglückt zurück.
"Ach war das herrlich". "Das hat mir richtig
gut getan". Es gab Rinderbraten mit Spätzle,
Salat dazu. Ich war ein Neuling ,eine Jungfrau, ein Luser. Eine
weile schaute ich mir das Schauspiel an... Aha die Tabletts waren
da. Die Leute saßen DA. Ich stand da. Es dauerte nicht lange
und ich hatte den bogen raus. Mein Rinderbraten und ich suchten
einen Tisch. Ich nahm den erstbesten Tisch. Ein Kerl saß
da ,ein dicker wuchtiger . "Maahlzeit" . "Mahlzeit".
Wir aßen . Mein gegenüber schlang sich das Zeug
rein. Ich nahm mir zeit. Ein Happen da, ein Happen dort. Wir. Nach
zehn Minuten war sein Teller leer. "Mahlzeit", sagte
er. "Mahlzeit" ich. Er stand einfach auf ,sagte
noch ein paar Nettigkeiten. Und husch. Dann pfiff es . Die pause
bekam ihr ende. In Ordnung. Eine halbe stunde zeit zum essen.
Der Rinderbraten brauchte etwas länger. Auf dem Rückweg
kam mir mein Chef entgegen .Es war ein Typ frisch von der uni, noch
jovial drauf, Popperhaarschnitt , verkorkst von den vielen
Nachhilfestunde. Sein Hemd war frisch gebügelt wie immer. Er
hatte nicht umsonst eine Frau. "Und wie?". Wir
gaben uns die Hand. "Prima, alles prima. Ich komme gut
zurecht" "Fein" , sagte er. Er ließ meine
los. Du kannst nach hause kommen mit einen Kater von der FACTORY,
im Briefkasten findest du nur Werbung, dein Mülleimer ist übergelaufen
wie immer. Aber mein Chef gab mir die Hand. Ein komm doch wieder.
Ende zweite Schicht. Es ist dreiundzwanziguhrfünfunddreisig
.Kein Aas ist auf der Straße. Nur ich. Das Mofa rein in die
Garage, zu die Garage ,auf die Haustür und hochgefitzt.
Auf die Wohnungstür, Schnell alles ausgezogen .Ich bin nackt.
Und weit im Hinterkopf sagt mir eine stimme : "Warum tust
du dir so was an?". Die Betonung lag auf DU. Manchmal weine
ich ein wenig, Doch wirklich. Mit echten tränen und echter
Trauer. Manchmal fühle ich mich dabei schlecht weil ich mir
nicht sicher bin wegen all den Gefühlen. Ach scheiß drauf
.Meine tränen liebe ich nun einmal wenn sie warm an meinen
Wangen herunter fließen , und auch den ganzen rotz in
meiner Nase den ich hinaus zerre wie siff . Gut Chef, alles
in Ordnung Chef ,mein Stuhlgang ist prima Chef. Nein in diesem Jahr
werde ich nicht krank. Chef. Was willst du von mir Chef, bist
du nicht sauber, Chef, ich hau dir eine aufs Maul, Chef. ICH töte
dich Chef .Großmäuliges nach Feierabend .Der Sex sieht
nicht änderst aus. "Du hast mich seit langen nicht
gefickt. Bin ich nicht anziehend genug für dich? Brauchst du
eine engere Möse? Gut ich strenge mich an
. Nach all den Kindern (es war nur eines). Gezeter und noch mal
Gezeter Du willst nur deinen Chef umbringen. Egal ob er ein
guter Kerl ist. Hauptsache er ist tot. Und so sieht dann auch
dein Schwanz aus. Schlaff öde, ein Fremdteil daß nach
fünf Bier in die Schiffrinne schauen möchte. Ohne Gezeter,
ohne das Geschrei von Frau und Kind. Da zählt nur das besoffene
Gejohle der Saufkumpanen. Verdammt noch mal CHEF! Naja,
scheiß drauf. Ich hatte den Mist lange hinter mir. Aber warum
ging dieses selbstbeweine nicht weg?. Wird wohl am Speed liegen.
Keine Lust auf Frauen. ICH MUSS ? WIDER EINE FRAU HABEN!
Ich NAHM mir einen freien Tag wegen meinen Zähnen. FREI-SCHICHTt!
Also fuhr ich mit dem Bus in die Stadt. Das beste für die Jahreszeit.
Es war naßkalt und windig, die Wolken hingen tief ,den Mantelkragen
hochgeschlagen. Im Bus saßen laute bunt bemalte Tussi. Es
roch nach billigem Parfüm und Slipeinlagen.-Verkäuferinnen.
Einige Rentner saßen auch drin. Alle auf den Sitzplätzen
für beschädigte. Sie waren alle gut eingepackt mit Mantel,
schal und Hut ,und Stock. Grobes Schuhwerk hatten sie an mit tiefen
Profilen als wollten sie dem Tod davonlaufen. Ihre Gesichter grau
wie das Wetter. Waren es nun alte Fabrikarbeiter die sich von ihrer
alten abseilen wollten um sich einen in der Stadt zu genehmigen,
oder waren die geil auf den Veräuferinnengeruch? Falsche Zähne
im Mund und den Geruch von 'ner Slipeinlage in der alten Nase.
Der Doc war gut drauf.. Er schaute mir kurz ins Maul, schabte mit
'nem teil drin `rum. "Machen sie einen neuen Termin fest",
sagte er nach einer weile. Händedruck, lächeln. Weg
war er im anderen Behandlungszimmer. Also ging ich an die Theke
im Vorraum. Eine langhaarige hübsche Pussi saß dahinter
in ihrem weißen Kittel. Sie hatte leichtes Make-up um die
Augen herum. Sie waren groß und leuchtend wie bei einem Baby.
"Ich soll einen neuen Termin ausmachen wegen meinen Zähnen",
sagte ich. "Haben wir gleich". Sie blätterte
in einem dicken Wälzer herum, studierte einige Eintragungen,
dann schnappte sie sich einen Kugelschreiber und tippte damit in
einer Zeile herum. "Ich kann ihnen den zwölften August
geben , 9 Uhr dreißig. Da haben wir eine Vertretung wegen
der Urlaubszeit". Ihr lächeln war bezaubernd. Ich
nahm den Termin mit Vertretung. Jetzt wußte ich warum in solchen
Praxen nur junge Tussi anzutreffen waren. Auf welche Halde werden
wohl die alten geschmissen? Wegen so einem Arschloch bin ich
um 9 aufgestanden. Der Tag konnte mich mal.
Ich ging über den Marktplatz. Der Rückert saß
da auf seinen Stuhl in Bronze gegossen von Musen umrankt und ließ
sich von tauben vollscheißen.--Denkmähler enden so.
Naja , durch die Kesslergasse auf die Markthalle hin. Dort lungerten
immer Leute mit zeit und Durst herum. Es gab einen Bierausschank
im stehen, eine Nordsee mit fischen und so ,einen Türken mit
Kebab, einen Zigarrenladen, eine Fleischerei, einen Bäcker
mit belegte, einen Sektstand für die reichen Penner, Lotto
und toto. In einer ecke Caffeehausstühle und tische vom Italiener,
belegt von großkotzigen Arschlöchern die ihre neuen C&A
Lederjacken mit ihren Sonderangebotstussis austrugen. Kurzum
es gab da Bier und Kurzarbeiter, Langzeitarbeitslose, Frührentner,
Spätrentner, Invaliden auf Krücken und in Rollstühlen
die alle noch ein wenig Mumm in den Knochen hatten. Ich
traf Tomas, einen krankgeschriebenen Arbeitskolegen. Wir kannten
uns vom Bierautomaten her, vom schiffen. Sein rechtes Bein war in
Gips, aber sonst sah er gut aus. Wir tranken Hefeweisbier. "Und
wie?" "Naja. Und so?. Was issen los?" Wir
tranken wortlos, beobachteten die Leute wie sie rumtiegerten als
würden sie was geschenkt bekommen. Tomas kratzte sich mal
hier und da. Uns war langweilig. Ich sah mir seinen Gipsverband
genauer an . Bunte Grafittis, Herzchen und toitoitoi. Nicht schlecht
so`ne Krankheit. "Noch eins?" "Mh"
Wir tranken, schwiegen , sahen uns um. Ein Pärchen kam
vorbei. In schwarz. Die haare schwarz die Lippen schwarz, die Gesichter
weiß die Augen dunkel und leblos. Dann eine Mutti mit Kind
im Sportwagen. Sie benutzte den Kinderwagen als Dampframme ,hatte
sogar am Schieber eine Klingel. Ring machte sie und die Leute wichen
zur Seite. Das Balg im wagen quengelte, die Mutti klingelte und
wir tranken. Ein Penner machte sich an uns ran. Um die fünfzig,
älter vielleicht, oder jünger. Der Mann war schwer
abschätzbar. "Habt ihr mal `ne Mark für mich?"
Er roch nach pisse, alten Schweiß, nach siff nach scheiße.
Ich popelte einen Zehner aus meiner Brusttasche und gab es ihm.
Er machte auf unterwürfig und dankbar. Bestimmt werde ich auch
einmal so enden. Verdammte Zahnärzte! Tomas war ende
dreißig, um den Bauch rund, Wamme, dürre arme und Beine
- er lief in der maloche immer mit ´nem grauen abgewetzten
kurzen Kittel rum und Shorts. Er hatte dicke Krampfadern vom vielen
stehen bekommen . Naja. Seine haare staken von Hairgel, fahrig nach
hinten gekämmt. Im Nacken lang bis auf die Schulter. Er trug
einen Dreitagebart. Seine Augen kannte ich nicht. Sie sahen an einem
vorbei, hindurch, woanders hin. Der Rest von ihm, große Nase
aus der haare wucherten. ER war ein Arschloch Seine Arbeit bestand
darin teile zu entkraten. Die Arbeit war langweilig, öde, man
brauchte keinen Verstand dazu.. Er tat das bald 12 Jahre lang. Dabei
mußte ein Mann verblöden. Ich trank mein Bier im
Trab leer. Ich hatte es eilig. Tomas hielt mich am Unterarm
fest. "Noch zwei Hefe", rief er in Richtung Bedienung. "Unter
zwei Bier kommst du mir nicht weg". Er sah an mir vorbei
über die Schulter, musterte Leute. Er hatte einen ordentlichen
griff. Alle Achtung. Die Bedienung winkte, er ließ mich
los und ich holte das Bier ab. "Sieben Mark". Ich
gab sie ihr Wir stießen an, tranken langsam. Er sah mir
über die Schulter, ich ihm. Ich hatte einen guten Blick auf
den stand mit den fischen . In der Auslage lagen große Viecher
mit offenem Maul auf eis. Ihre Augen waren groß und klar voller
leben. Daneben nett angerichtet mit Zitronenscheiben und etwas Grünzeug,
zerteilte Körperteile ihresgleichen. Zierliche Heringe
auf einem Teller liebevoll aufgefächert in Gesellschaft mit
Rotbarschfilet, rote Hummer Ein kleiner Kerl riß sich von
seiner Mutter los. Die Sachen hatten es ihm mächtig angetan.
Er preßte seine Nase an die Scheibe. Die Mutter. ließ
ihn ein wenig zeit für seine Neugierde, riß ihn los von
den toten Sachen. Der kleine schrie heftig, wehrte sich mit allen
Kräften. Vergeblich, lag wohl an den Sonderangeboten. "Sei
still Kind wir müssen weiter". Tomas brachte sein
Maul nicht auf. Hinter meinem rücken mußte sich für
ihn eine menge abspielen. Das Bier war gleich weg, ein großer
Schluck und tschüs. "Erhol dich prima mit deinen Fuß".
"Bein", sagte Tomas, "Bein". Er klopfte auf
den Gips herum. "Gut Bein und tschüs".
Der Typ hatte einen schaden weg. Vielleicht liebte ihn sein Hamster
nicht. Mir sah noch keines der Viecher in die Augen. Lag wohl an
dem Fabrikjob. Scheißegal warum dem ein Sparren fehlt, kann
sein daß mir auch einer fehlt. Ich wußte es eben nicht.
Ich bekam auf anhieb den nächsten Bus Richtung Heimat. Es waren
Frauen drin, Muttis mit Kinderwagen, bepackt mit dicken Plastiktüten.
Einige Kinder quengelten. Die Einkaufsstrapazen waren ihnen in das
Gesicht geschrieben. "Sei still Kind! Immer das selbe mit dir!".
Ein kleines wollte sich nicht bändigen lassen. Angegurtet am
Sportwagen riß es an seine fesseln. Zwanzig Jahre weiter und
der Bus würde im Straßengraben gelandet sein. Mord und
Totschlag, Vergewaltigung. Als dank bekam es einen ordentlichen
Klaps auf die Finger. Eine Sekunde schweigen, große Augen,
Luft holen. RABÄHHÄAHÄÄÄHH!! Ein
prächtiges Organ. Leises murren unter den Fahrgästen.
Wie konnte man nur.. Und überhaupt! Die Mutter war sichtlich
mit den nerven runter. Ringsum giftige blicke, entrüstetes
Getuschel. Die Menschen kamen sich näher. Die nächste
Haltestelle war meine. Mit einem zischen gingen die Türen auf.
Das kleine war auf einmal still. Das zischen mußte es ihm
wohl mächtig angetan haben. Zisch und aus. Auf dem Heimweg
besorgte ich mir im Supermarkt eine Flasche Wein, ein Flachmann
war auch dran. Die Dinger liegen immer an der Kasse aus. Trink mich,
trink mich. Nebenan gab es einen Getränkemarkt. Die Tür
stand auf. Es kostete mir eine Flasche Wodka . Smirnov. Die
Werbung bekam was sie brauchte. Gut ausgedacht - bestens -.
Es war kein eis da, Saft auch nicht .Der Flachmann mußte zuerst
dran glauben. Ich spülte mit Bier nach. In der Fabrik rissen
sich jetzt bestimmt alle den Arsch auf, schwitzten buckelten, schleimten
drauf los was nur das Zeug hielt. Die Flasche Wodka lächelte
mich an. Ich lächelte sie an. Gleich, nur keine bange. Ich
schaltete die glotze an. NTV. Eine schlimme Nachricht jagte die
nächste im Viertelstundentakt. Die halbe Welt brachte sich
auf raffinierte weise um. Jeder ging jeden an den Kragen.
Das Wetter sollte mieser werden, der Arbeitsmarkt ,die Zukunft
unserer Kinder. DEREN UMWELT auch noch. Der Wodka gluckerte
in ein Wasserglas. Es tat richtig gut. In der glotzte tat einer
begeistert. Die Aktien stiegen weil die Zinsen vielen. Ich schaltete
das teil aus. Ich brauchte Sinfonien, die 9. von Beethoven oder
was von Vertu, Raffel, Bach, von Wagner, Nirwana, ACDC. Etwas von
Gott. Choräle von der Auferstehung Christi. Ein Weihnachtslied.
Ich machte das Wasserglas voller und ging damit an die Giebeltür.
Da unten war alles was ich brauchte. Ich nahm einen Schluck.
Ein kleiner runder Typ krebste in seinem Reihenhausgarten herum.
Blaumann, gelbe Gummistiefel bewaffnet mit einer Obstbaumsäge.
Er war sich seiner Sache nicht recht sicher. Es war ein alter
Apfelbaum ,jahrelang nicht geschnitten. Kreuz und in die quere voller
ausgewachsener Wassersprossen. Die meisten hatten im letzten Jahr
getragen. Kleine Äpfel viele Äpfel, verlorene Äpfel.
Der Mann kratzte sich am Hinterkopf ,machte kehrt und verschwand
im Haus. Er kam er mit einem Bier zurück, trank einen Schluck
aus der Flasche .Das würde ich auch tun an seiner stelle .Seine
Frau tauchte hinter ihm auf. Er setzte die Flasche ab. Ich sah nicht
mehr weiter zu. Denen ging es nicht besser wie mir Eine Dachwohnung,
vier Stockwerke über den Asphalt ist was feines. Da bekommst
du alles mit. Bei offenem Fenster hört sich das Getuschel von
Tratschweibern an , als würden sie neben einen stehen. Die
wußten das bloß nicht. Hier oben konnte ich sogar bei
offenen Fenster einen furz hören. Zwanzig Meter über der
Straße. Ein Genuß! Es hing wohl mit den Giebelwänden
der Reihenhäuser gegenüber zusammen. Da schaukelte
sich alles hoch und landete bei mir. Meine Ohren waren die Welt
,meine Augen der Durchblick ,mein Wasserglas voller Wodka. Der freie
Tag hat mich nicht verdient. Ein Arbeiter wie ich einer bin braucht
seine Lust. Den Rest vom Tag verdöste ich im Bett und auf
dem Lokus. Verblödetet schaltete ich die glotze an, sah
ein Weilchen zu, schaltete wieder ab. Warum hatte ich keine
platten von Wagner? Meine cd's gaben nichts her. Billige Schrotteinkäufe
aus dem Sonderangebot. Naja, die wenigsten. Ich war mit dem unzufrieden
,lag im Bett und hielt meinen Schwanz fest. Morgen mußt du
arbeiten bleibe vernünftig, betrinke dich nicht. Ich stellte
die angeschlagene Flasche in den Kühlschrank. Ein Käsebrot
war auch nicht schlecht. Durchgegorener Harzer Käse mit
Kümmel .Eine gute priese drauf frisch gemahlenen Pfeffer .Meine
erste Mahlzeit, dazu Butter genascht mit dem Messer vom Stück.
Jetzt im Himmel landen und Jesus umarmen. Der Tag wollte mich, mein
Bett, die Fabrik. Den Zahnarzt viel später. Geschmackspapillen
können eine menge Unheil anrichten. Die Dinger locken und girren,
schnappen nach den verstand. Ich wußte von Momente die mich
wegen einem Gummibärchen zum Mörder machen wollten. Für
ein Stück Zartbitterschokolade noch schlimmeres. Ganz ruhig,
bescheiden, leg dich hin, du bist besoffen .Halte deinen Schwanz
fest wie einen Rettungsanker, besorge dir ein frisches Papiertaschentuch
,trinke nichts mehr. Versuche nichts. Schlafe. Das hatte ich
in der Selbsterfahrungsgruppe gelernt, letzten Herbst in der VOLKSHOCHSCHULE.
Da waren lauter Idioten in der Gruppe, kaputte die sich nicht leiden
mochten . Ich schnappte nach Luft, nach dem Bier, einen kleinen
kurzen . Die sahen da alle so gut angezogen aus ,frisch gebügelt,
wie - meine Mutter macht es noch.. Verdammt, die Idioten konnten
nicht einmal ihre Unterhosen waschen. Wie muß denen ihr Sex
erst aussehen? Ein leichtes pumpen im Sack, in der Möse.
Nimm mich und beide machten die Augen zu. Am nächsten Tag ein
Blick, so nebenbei. Himmel ich war besoffen, wo kommst du denn her.
Erbrechen konnte da keiner. Die waren für immer verloren
und sagten La, Ja ich will dich. Die Frau sagte, Ich will dich,
und im gleichen Atemzug quatschte sie über ihren Ausfluß
und von ihren Frauenarzt mit dem sie nicht klar kommt. Die Typen
hatten durch die Bank Orgassmusschwierigkeiten. Hoch kam ihnen im
Grunde allen einer. Die suchten nach einen kick. Und der Pfarrer
spritzte sie später naß. Ich betrank mich. Ich hatte
da gar nichts verloren. Mag sein daß ich der einzige von der
Bande war der das alles gut überstanden hat. Ich denke ich
blieb mir treu dabei. Ich hatte mich selbst errettet. Meine
Wohnung war leer, mein Kühlschrank voller Fragezeichen. Es
gab nichts . Alter Aufschnitt im Plastikbeutel. Drei tage alte
Wursthappen aus der NORMA. Na und ich. Mein Bett liebte mich,
die federn von dem Teil umschlangen mich .Ich schlief ein ,wollte
sterben Irgendwann in der nach wachte ich auf. Es war Vollmond
und ich mußte pissen. Ich erledigte das ganze halbwach. Dann
erwischte ich mich mit dem Hörer in der Hand. "Ist
da die POLIZEI? Ihr müßt mich abholen!"
Es war wohl eine Männerstimme. "Was isses denn?",
fragte eine gelangweilte stimme .Ich legte auf. War wohl nichts
für mich. Mein Bett hatte mich wieder.. "Geh` Arbeiten,
gehe hin, aber gehe", sagte mein Bett. -----------------------------------------------------------
Mein Chef hatte mich wieder. "Und alles klar? " ,fragte
er. "Alles Chef. Alles", Antwortete ich artig .
Wir mochten uns so richtig. Ein zwinkern ein Aufblitzen von allem.
Der Mann war ahnungslos und verheiratet. Eine Woche später
nahm er mir einen Mann weg und ich mußte den Job alleine bewältigen.
"Und alles roger", fragte er ein paar tage später.
Der Mann war richtig verheiratet. Immer adrett angezogen umschmachtet
von Rasierwasser und neuem Achselgeruch. Frisch sportlich ,meine
Mami tut alles für mich. Dem wollte ich auch mal beim bumsen
zuschauen. "Ist es so recht?", Liebling. Mach ich
es richtig Liebling?". Bei ihren ersten stöhnen zog er
sich bestimmt zurück - so richtig MANN. "Ich
wollte dir nicht wehten LIEBLING". Und alle beide rochen nach
Chanell 45 und konnten keine KINDER kriegen. "Ja",
antwortete ich. Ich Liebte diesen Job. Es konnte nicht lange
dauern bis mich der Bertriebsarzt in die Klapse einweisen mußte.
Hinten und vorne kamen die Kollegen angearscht mit ihren wünschen.
Der eine hatte Schwierigkeiten mit seiner Rauhtiefe , dem anderen
war ein Bohrloch in seinem teil zu groß. "Wer haben
eine TOLERANZ von zwei hunderte . ICH liege ZWEI darüber!"
"Kannst du mir mal schnell aus der Bedrullie helfen";
der nächste. Lauter abgefuckte Arschlöcher. Einer
kam zum dritten mal mit einem zerstörten Werkzeug an. Er hatte
es eilig. Er sah mich an wie ein Polizist der einen Verbrecher überführt
hat. "Kannst du mir nicht ein anständiges WERKZEUG
geben!?". Er fuchtelte mir damit vor der Nase herum. Das
teil war verschmort, unrettbar verloren. Er hatte einen schwarzen
Vollbart war stämmig gebaut, einssechzig etwa mit Schwabbelbauch.
Seine Frau war potthäßlich und alle beide waren verflucht
ihren Vierhundertausendmarksbungalow abzubezahlen. Ich kannte sie
vom letzten Betriebsfest her . "Was hältst du von
einen JOGAKURS"? fragte ich. "Warum?", kam seine
Antwort. Der Arsch kam mir schon immer verdächtig vor. Spielte
Großkotz mit nichts dahinter. "Da kann`ste dir bei
der Prüfung einen selber blasen". "Was soll das
heißen, heh?". "Deine gottverdammte Maschine
steht!" Der nächste machte sich an mich ran. Warum
mußte die THEKE auch so lang sein. Ich machte mich mit einem
leeren Werkzeugwägen aus den staub, klapperte alle Maschinen
ab, tat meinen Job. Ich sah sie von
weiten. Den kleinen Dickbauch, meinen ABTEILUNGSLEITER, den meister,
einige Gaffer. Sie gestikulierten wild in der Gegend rum ,fachsimpelten
sicher auch. Dann sahen sie mich. Ich landete an. "Was
ist da los?, schnarrte mich mein Oberchef an. "Die Maschine
steht , der Mann kann nicht arbeiten und sie wollen ihn keinen ERSATZ
geben!". Der Mensch konnte richtig laut werden. "Der
MANN hat in einer halben stunde für sechshundert Mark Werkzeuge
zerstört. Die Dinger sehen wohl niedlich aus, aber wie will
er das noch einholen.. Ich weiß mir nicht zu helfen .
Die ganze Bande wird es früher ober später selber herausgefunden
was da verkehrt lief.. Ein Seitenblick vom Oberchefabteilungsleiter,
ein kirrer Blick vom meister, ein haßerfüllter vom Dreimalklug
mit seinem teurem Weib und seinem teuren Bungalow. Ich schraubte
an meinen Werkzeugen rum, machte alles neu vermaß sie. Ein
Aufkleber dort, einer da. Alles mit meiner Unterschrift. Und arschlecken.
.Ich hatte mein fett weg und noch dreißig Jahre bis
zur Rente. - April hatte zwei Sixpak auf den Wohnzimmertisch
gelagert, Barbie fummelte an einen Joint. Sie machte das richtig
elegant ,mit Filters und schlank, Zigarrettentabak schön überflockt.
Es war der guter alter Eierdope .Mies und hinterfotzig. Sie hatte
lange schwarze lackierte Fingernägel. Es war mir ein wunder
wie sie das hinbekam. "Und wieder auf dem Dampfer?",
wollte April wissen. Kleine Kreise schwebten vor mir `rum.
Blaue rote, gelbe, bunte. Manche besaßen zacken, andere flammen.
Kugeln gab es auch. Die wippten vor mir auf und ab, hin her. Dann
hielt der ganze Zinnober inne. "Mach mal`n Bier auf".
Ich flackte mich auf den Sessel. Ich würde den Satan küssen
wenn ich wüßte was mit mir los ist. Ich stand vor einem
Neuanfang. Ich nahm ein paar vorsichtige schlucke. Es tat gut.
"Ich dachte gestern beinahe du gehst uns vor die Hunde".
Er schlug mir auf die Schulter. So richtig mit schmackes. "Barbie
hat dir `ne Infusion gemacht. Das Zeug stand bei dir rum. War wohl
so'n amerikanischer Scheißdreck. Hey Mann, wir haben dich
hingekriegt". Ich erinnerte mich leicht an SAM. er war
GI und brauchte nur ein Zimmer zum bumsen weil es in den Barraks
nicht so ging wegen all den anderen .Es war fünf Jahre
her und sein Zeug lag immer noch `rum. Es taugte wohl immer noch
zu was. r war bei den Sannis gewesen, er kam aus dem Süden
von Amerika. Barbie popelte den Joint zurecht mit
ihren Hexenkrallen. "Ich hab `mal Krankenschwester gelernt,
Zwei Jahre lang. Mußte das abbrechen wegen all den toten und
so. Hey, ich hab dich fein hingekriegt .Du hättest tot sein
können.". Ich krempelte meinen Ärmel hoch. Er
war blau bis an die Schulter. "Ich war wohl `n bißchen
fickrig" , sagte Barbie "Mann du hättest tot
sein können". Sie gab mir den Joint und ich zerrte, trank
Bier zerrte, trank Bier. Ich war `mal tot gewesen , wie ?".
"Nur ´ne Alkoholvergiftung. Du wolltest das Zeug ja nicht
um verrecken auskotzen". ".Was ?.. Ach ja....Was
soll`s". Wir tranken Bier ,schwiegen, rauchten. Keine Ahnung
was die von mir wollten. Es war angenehm mit den beiden. Barbie
stöberte in der Kochniesche rum. Sie fand noch ein wenig Wodka
hinter dem Mülleimer eine halbe Flasche. Es klapperte und schepperte.
Die Kühlschranktür ging auf und zu. Oh , Mann
ich hätte tot sein können. "Was war mit dir los
gewesen gestern,?" April sah mich sorgenvoll an. "Du,
weißt, Du, du hattest Glück weil wir nicht aus den federn
gekommen sind. Du warst echt richtig blau und so, weit weg eben.
Was war denn los mit dir?" "Keine Ahnung Mann, nicht
einen Schimmer. Es kann sein das ein Mann von seiner Arbeit umgebracht
wird. Aber so früh? "Normaler weise bringen sich
die Chefs um. Herzkasper und so. Die guten Lehrer landen in der
Klapse". "Pfarrer sind immer gut aufgehoben",
lachte April. Wir rauchten den Joint weg. Und das war's dann.
Barbie zauberte prima Junkfoot. Nudeln mit Tomatensoße, überbacken
mit Käse. Es schmeckte italienisch. Sie war wohl doch keine
hexe. Am ende spülte sie sogar ab. Zum Glück hatte
ich die Geschirrhandtücher gewechselt. Frauen. Barbie fuhr
einen Käfer. Einen blauen mit viel Chrom dran. Sie nahmen mich
mit in eine Musikkneipe weil sie angst hatten mir würde die
Decke auf den Kopf fallen So daneben war der Gedanke auch nicht
. Arbeiten bringt. einen Stück für Stück um und die
Chefs sind noch unverschämter wie Metzger . Darf`s ein bißchen
mehr sein ? Also fuhren wir . Der laden wimmelte von
all den Fans. Nachgemachte Gesichter die Berlin lange hinter sich
gelassen hat. Es gab ein irres Gedränge, aber ich schaffte
es wenigstens bis an den Tresen. Hier ein knuff, da einer. Zum ersticken.
Ich ergatterte zwei Hefe .Eins für gleich das andere für
später. Die Bande drängte mich weg vom Tresen. Mit mühe
erreichte ich ein totes Eckchen. Barbie und April waren verschwunden.
Die Luft war ein elend. Es roch nach Puder und Quaste, nach Schweiß
der sich vor dem Zigarrettenrauch ekelt. Aus dem Scheißhaus
wehte eine Fahne frische "WELLE" .Ich fühlte mich
Zuhause. Ringsum Kaputte. Ich trank, trank weiter. Die
Leute um mich sahen angenehm aus. Die Gestalt neben mir sprach mich
an. Er war in Leder gekleidet, langes Haar und Bart. Ein Jesustyp
eben mit Nickelbrille wie Jon Lennon selig. "Kann'ste mir
mal 'n Bier ausgeben?" Er bekam sein Bier, einen Uzo extra.
Ich mochte sein elend. Ich war Spender .Christ!. Wie gesagt der
laden war randvoll. Im Grunde gehörte ich nicht hier hin. Was
wollte ich hier?: Der Kerl trank sein Bier im Trab leer, ich gab
ihn ein neues aus. Ich geb' 'ne ecke dafür immer nüchtern
Leben zu schleichen , aber es gelang mir nicht. Der Lederjesus ließ
seine Lebensgeschichte los. Ich höre hin, gab ihn ein zwei
Tips wie es wohl besser klappen könnte. Er nickte. Ich trank.
Er trank. Ich hielt ihn frei.. Ich machte mich dünn und konnte
sogar in dem ganzen Trubel einen Stuhl an einem Tisch in 'ner Ecke
ergattern mit feinem Überblick. Eine Ursel saß an
dem Tisch. Rote Hennahaare, wirr nach oben gesterzt. Schwarze Motorradjacke,
Hundehalsband mit Spikes. In ihrer Nase spak ein Diamant und in
den Ohrläppchen waren sie auf reihe. Den Rest sah ich
mir nicht so genau an. Vorerst . Sie hatte einen drink in der
Hand . "Kann ich mir mal eine dreh'n?. "Klar".
Sie schnappte sich meinen Tabak und ich sah ihr zu. Ihre Fingernägel
waren bunt angemalt mit tupfen drauf, kleinen kringel in Silber
in Gold .Schwarzer Hintergrund. Sie leckte das Blättchen
an und sah mir dabei in die Augen. Es war phantastisch. Zum hineinfallen,
einfach Plumps "Die haben mich Grad eben hergefahren".
Die Doktoren hatten es wohl doch zu gut mit mir gemeint. Den Rest
sollte ich wohl mit mir selber ausmachen. Ich haute einfach
ab, nahm mir ein Taxi und fuhr heim. Der Fahrer schwieg ich schwieg.
Er bekam sein Geld. Ich war Zuhause. Ein paar Treppen noch und zur
Tür 'rein. Mein Sofa hatte mich wieder. Alles war in bester
Ordnung. Ich fühlte mich richtig, unbeschreiblich glücklich,
einfach riesig. Zuhause. Ich war angekommen. Im Kühlschrank
standen Biere, Wurst war auch da, sogar Butter, Käse. Wo kam
nur die Milch her?. Meine Behausung sah aufgeräumt aus. Sie
war es.. Meine Ordnung war hinüber. Ich bin ein Kettenraucher
der in allen ecken einen Aschenbecher stehen hat. Die Dinger waren
auf ihren Plätzen. Ausgeleert. Die Dinger blinkten sogar
wie geleckt. Ich machte mich ab ins Bett hielt meinen Schwanz und
die Flasche Bier fest. Es war noch alles da. Ich auch. Kann
sein daß das alles mal nachläßt, kann sein daß
es so kommen muß .'ne Lebenskrise, ein Überschnapp oder
so was. Mein herz pochte ja noch, das Bier gluckerte auch noch.
Im leben läuft 'ne menge schief - alles gelesen und gehört.
Warum nicht. He?. Ich beschloß eine weile langzuliegen. Meine
sinne mußten sich einkriegen, ich mich selber. Dann rief ich
die Zeitansage an. "Es ist zweiundzwanzig Uhr und zwölf
Minuten. "BINGO! Für welchen Tag, für welchen nur!
Es war Schlafenszeit.Es war ein Sonntag, die Woche hatte mich wie
immer geschlaucht. Um neun Uhr ging das Telefon. Ich hätte
Tod sein können. "Ja" "Klaus da und
so". "Ja" "Na Klaus und so!"
Ich legte auf. Der Alltag wollte mich wieder. Ich bekam mich
in die reihe ,ging einkaufen. Tankstellen sind überall. Ach
scheiß, ich kaufte mir eine Flasche Wodka, setzte mich vor
die glotze und all die Gesichter von dem teil sahen mich wohlwollend
an Sonntag, FREISCHICHT. Wer war Klaus? "Bleiben sie
dran es geht gleich weiter". Ich schaltete alle Kanäle
durch. Schaltete ab. Ich zog mich aus und lief in meiner Bude
durch die Gegend. Es war ein irres auf und ab. Dann bekam ich es
mit. Ich lief andauernd zwischen Kühlschrank und dem Giebelfenster
hin und her. Das war wohl doch zu dumm und ich ließ es sein.
Ein Weilchen legte ich mich auf den Boden und wartete ab was wohl
die decke mit mir anstellen wollte. Es tat sich nichts. Lange nichts
und später gar nichts. Ich besaß Dachschrägen bis
in den First hinauf. Nichts das sich auf einen stürzen konnte.
MANSARDEN! Und eine menge Balken. Ich wollte leben. Vielleicht
hatten wir das schon. Die Chefs wurden immer hundertprozentiger.
Die Obertypen ließen einen los wegen JAPAN und so. Die hatten
wohl keine Versicherungen wie wir und keine armen sondern nur HONDA
und JUDO und den besseren Durchblick. Heiden denken wohl immer
so. Ich bin kein Konfuzius oder wie das teil heißt. Ich bin
der FRED. Naja, alle wurden so richtig fleißig, aber irgendwie
auch nicht Arbeitsgeil. Ein lustloser Fick eben. Rein, halb rausrein.
Kurzum der Oberchef schrieb alle an mit dem Tenor "Der Stundenlohn
eines Japaners beinhalte einen 40% BONUS der den wirtschaftlichen
Verhältnissen der FIRMA entspricht und folglich mit Genugtuung
in beiderseitigen Einvernehmen gekürzt wird. Wo kämen
die JAPANER wohl hin .Und überhaupt! Die Gewerkschafter
erstritten uns 3% kohle mehr und es wurde uns von der ÜBERTARIEFLICHEN
ZULAGE abgezogen. Ich liebe meine CHEFS. Leider kann ich es
ihnen nicht zeigen. Im schnitt geben sie uns 21 Mark die stunde,
die Üertariefliche abgerechnet und die Leistungszulage(weil
man was drauf hat),bleibt der Mindestsatz von der Fürsorge
übrig. Ich gehe aber trotz dem hin. Keine Ahnung warum.
Ich bin nun auch mal deutscher. Ich spurte nicht ein Weilchen. Ich
tat meinen Job. Und mehr nicht. Die ersten traf es. Die Verlierer.
Alt genug, krank genug. Sie bekamen nach zwanzig Jahren maloche
den Gegenwert von 'nem Mittelklassewagen. Die Abteilung einen
Kasten Freibier. Ab dann ging ich eine zeit lang nicht weg.
Ich wollte nur noch für die FIRMA da sein. Ich wurde japanisch.
Atombombe und so.
Wir prosteten uns zu. Es war nichts besonderes. Wir sahen Tennis.
Becker wollte umbringt siegen. Ein deutscher. Die Tür ging
andauernd. Auf einmal war meine Bude voll. Das Scheißhaus
rauschte in einen fort, Joints machten die runde. Ich verstand von
alle dem nichts. Von dem Becker, dem Tennis. Sie waren zehn
Mann hoch mit drei Tussi. Ich ging schiffen und wie ich zurück
kam war mein Stammplatz weg. Es war ein abgesessener Sessel. Der
einzige. Soll ich oder soll ich nicht? Ich verkroch mich auf
mein Bett. Ich hatte Leute eingeladen. Becker siegte. Ein Joint
erreichte mich. Eine Meute begann mit Skat, eine andre raubte meinen
Kühlschrank aus. Die Gummibärchen neben meinem Kopfende
wurden auch entdeckt. Dann spielten wir Mensch ärgere dich
nicht. Später kam ein Typ dazu der umbringt Schach spielen
wollte. Dann lag ich wieder auf meinem Bett mit einen dieser Ursel
an der Hand. Es war ein großes Bett und all die Weiber wollte
ich haben. Ein paar Oberschlaue machten sich an meinem Computer
zu schaffen. Ich hatte die noch nie gesehen. Was wollten die hier?
Der eine machte auf mager mit langen Staubmantel, 'ne Brille
brauchte er auch. Sein Kumpan war Fitnesmensch. Breite schultern
und so , Sonnenstudiogesicht. Besser ich scheuche die beiden da
weg, hau `se auf 's Maul und Treppen runter. Aber da war diese Ursel
neben mir. Sie kicherte, war total breit. Letzte Woche hatte
ich mir einen Vorhang um mein Bett angebracht. Baldachinmäßig
reih um. So konnte ich ungestört zum Dachfenster rausglotzen
Richtung Sterne. Die Welt hatte ich ringsum ausgeschlossen. Ich
zog den Vorhang zu. Die Skatbrüder wurden leiser, der Computer
quengelte sacht. Die Tussi kicherte. Es war eine dralle rothaarige,
ich schätze Henna, das Gischt voller Sommersprossen. "Na
denn", sagte ich," Ich bin der FRED". Ich fummelte
ein wenig an all ihren Sachen `rum. Ein prima teil nach dem anderen.
Ich zog mich aus."Du willst mich doch nicht vergewaltigen?"
"Keine angst ich bin gewaltlos". Sie hieß Karin
und überhaupt nicht abgeneigt. Die Skatbrüder schrien
Kontra und er als ich in ihr drin war. Sie war doch eine rothaarige
wie ich feststellen konnte. Als sie kam kratzte sie mir den halben
rücken auf. Ich hatte wohl eine niete gezogen, arbeitete drauf
los, ackerte. Dann war es mir doch zu dumm. "Ich denke
heute klappt es bei mir nicht". "Mach weiter, mach
weiter, ich brauch´ das jetzt". Ich war geil wie nichts,
nur nicht Orgasmusfähig. Das Bier, all die Joints und manches
noch. Ich tat ihr offensichtlich gut. Immerhin war es besser wie
Skat Spielen, Computern, arbeiten. Sie saß auf mir drauf und
ritt und genoß all mein elend. Ich sah ihr gespannt zu. Sie
machte mich zu ihrem Pferd oder sonst was. Bekiffte Weiber, dachte
ich und machte mit. Sie hatte so einen langen weiten Rock an, kein
Höschen drunter oder so`n blaues mit Ziernähten `rum,
denke ich. Ihr Rock deckte mich zu bis zum Hals. "Zieh
deine Bluse aus Baby, ich muß jetzt deine Titten sehn".
Das tat sie dann auch. Wie eine Schlangentänzerin. Was für
ein Körper. Jesus! Und dann kam es mir. Lang andauernd. Gelassen.
Jetzt sterben. Oh Gott noch mal, was für ein gerissener
Hund. FRAUEN! Sie fiel auf mich, ihre haare verhedderten sich
mit meinen, wir küßten uns, kuschelten, schmusten. Um
uns Halligalli. Wir konnten die Wolken sehn. Sterne waren, glaube
ich auch dabei. Die Luft roch nach Kindern , Schwanz und Möse
und - Ach.. Unter meinem Kopfkissen bunkerte ich immer Papiertaschentücher.
Wir wischten uns ab. "Wie heißt du eigentlich?"
,fragte sie mich. Sie hatte wasserblaue Augen und die sahen mich
an als wollten sie mich ertränken mit all der Zufriedenheit
die sie ausstrahlten. "Fred ,manche sagen Freddy, andere
Easy. In der Arbeit aber nur. Ich Blick aber durch". Dann
ging mein Vorhang auf. Es war ein schnitt mitten in 's herz.
"Wills 'te mal zieh 'n?" Ich schnappte mir das teil und
blies riesige dunkle Wolken aus meiner Lunge. Hach! Der Mann legte
sich zu uns, die Frau kuschelte sich an meine Schulter. Alles war
gut, bestens. Ich rauchte und kannte beide nicht. Die Tussi
schlief ein der Typ auch, nur ich nicht. Also machte ich mich auf
den Kartenbrüber über die Schulter zu sehen. Ich wankte
erst mal Richtung Klo. Meine knie waren weich, was ich sagen wollte
ging auch nicht. Meine Birne war weich. Ein Monstrum das nur auf
seinen schultern ausruhen wollte. Kann sein daß ich einen
hellen Durchblick bekomme beim pinkeln. Das is' immer so' ne zeit
wo alles aus dich hinausläuft. Unbeirrt auf 's Geratewohl.
Hauptsache weg in die richtige Richtung. Das Scheißhaus hatte
eine menge abbekommen von all den illustren Gästen. Links daneben
geschifft, rechts daneben, hinten und vorne daneben geschifft.
Ich hatte keine Schuhe an und stand in einer Pisslache. Es stank
nach schmutzige schwänze, Tod und siff. Was hab' ich nur verbrochen?
Ich bin doch sonst ein anständiger Mensch. Also wischte ich
den Boden auf so gut es ging, warf meine Strümpfe in die Waschmaschine
und spülte meine Füße in der dusche ab. Ich wollte
nur mal kurz schiffen geh'n und nun das alles. An der Klobrille
klebten einige Schamhaare. Wie die wohl da hin kamen? Meine waren
es nicht. Naja, was soll es? Ich wollte also auch mit Skat spielen.
Verflucht noch mal und all der siff hier! Ich gesellte mich dazu,
Lächelte, nahm noch einen drink. Die Welt bekam seine Ordnung
wieder. Ich gewann einen null Overt. Wir zahlten blank aus. Ein
Punkt eine Mark. Danach hielt ich mich zurück, schmierte auch
meinen Mitspieler schlecht, er wollte mich erschlagen. Ich
haßte ihn. Fettige haare Seidenhemd, frisch gepudert. Einer
der bei seiner Mutter wohnt. Er spielte um Geld, sein Spieler ansehen.
Ein Obermacker verteilte die karten, verteilte koks. Ich legte los.
Einige karten hier einige dort, genau nach Vorschrift. Dann kam
das geben hören sagen. Es kam an mich. Ich nickte, nickte wieder.
Es war mein Spiel. Im Skat lagen As und König zu meinem Glück.
Ich war noch nie ein Spieler, werde auch niemals einer werden, aber
mein Kämpferherz hab' ich mir am Fernseher von all den Boxkämpfen
erworben. Auf die geraden kommt es an, die Birne weichklopfen
bis zum Finalschuß warten. Ich sagte einen GRAND an wegen
dem König und dem Aas. Mit meinem ersten und letzten
Buben in der Hand war das Spiel einigermaßen riskant. Ich
war einer jener Spieler die aufs gerade wohl hinspielen wie Kinder
mit Bauklötzer. Und wenn der Turm hoch genug war wurde eben
umgestoßen. Die Bälger hatten ihren Spaß daran
und bauten sich einen neuen. Skatspieler sind anders. Spieler kennen
keinen Spaß. Ich war zum Glück vorne und legte meinen
kreuz Buben raus., dann kam meine lange Farbe in Karo von oben herunter.
Naja am ende machte sogar meine Pik neun ihren stich. Und ich hatte
nicht mal Schneider oder schwarz und Tod und Teufel angesagt. Ich
gewann einfach und strich den ganzen Pott ein .Ich freute mich.
Der angelackte nicht "Du hast betrogen, denke ich mal!
.Der Mann baute sich auf, zornig als würde er mit seinen verhaßten
Vater sprechen. Dann stieß er den Tisch beiseite. All der
siff auf meinen Teppichboden - Scheiße noch eins! Mein Boden,
meine Arbeit und wenn alle wider nüchtern sind werde ich wie
sie daheim aufwachen. Nur die leben nicht bei mir ich sitze mit
all dem Dreck in meiner Bude. Am ende noch nach der Arbeit. So richtig
kaputt und fertig von alle dem. DAS KONNTE JAHRE DAUERN! Wer bin
ich denn? Und wenn ich mich recht erinnere machte er anfangs an
meinen Computer 'rum mit dem mageren, begeistert waren sie nicht
gerade über das Teil. Zu langsam, aus der Mode, wichsten
aber immer noch in die hohle Hand. Er und sein Muskeltranining.
ALLES voller Siff. Mein Tisch! "Dir geb' ich.!"
Ich erwischte ihn mit einer geraden. Ich traf seine Nase. Das
Teil platzte richtig auf wie 'ne Melone. Kam wohl von all
dem Koks. Soll 's mal mit Schnupftabak versuchen und nicht mit mir.
Der Teppich war voller Blut, ich war voller Blut. Dann hielten mich
zwei drei Mann zurück. Ich brauchte eine weile bis ich in Fassung
kam. Naja, die Aufregung und so, kam ja nicht alle tage vor .Es
muß doch langen wenn einen der CHEF in den Arsch tritt. Danach
machten sich alle auf und davon. Einer sagte, "Nichts für
ungut" ,der andere "Den laden wir nich' noch mal ein".
Und so schleppten sie ihn raus. Dann schmiß ich den Typ
in meinem Bett raus. Besoffen und leutselig. Karin hatte von dem
allen wohl nichts mitgekriegt. Die war einfach fertig. Hatte wohl
wenig mit mir zu tun und allem. FRAUEN! MÄNNER! Ich, kuschelte,
fummelte mal hier mal da, ich hielt mich auch nicht aus. Der Wecker
klingelte oder auch nicht. Mein Gott noch mal ich verpennte
eben. Der meister grinste, ich grinste. "Was iss 'n los
gewesen mit dir? Heh!", quwatschte mich einer an. Okay, das
kann auch der meister gewesen sein. So 'ne kaputte Lyrik. "Ich
hab' ihn einfach nich' 'raus gekriegt. Die Tussi war einfach neu
für mich. Und dem Macker lief das Wasser im Maul zusammen.
Er liebte mich. Meine Augen waren rot, ich sah, war wie ein
wunder. Ich ging weg, besser ich fuhr weg danach und hatte nichts
mitgekriegt. DIE MALOCHE!Ich kam an. Die Treppen wurden länger.
meine Zunge. Dann kam der Kühlschrank. ES GAB NOCH BIER!. Die
Flasche machte wupp, die Glotze ZIRRRzirr. Ich drehte mir einen
und wollte von der Welt nichts wissen Eigenartig. Wo is' bloß
all der Siff hin? Naja, die Tussi vom ABEND hatte aufgeräumt.
Alles bickobello. Was soll ich sagen. Es war einfach wie neu. Meine
Bude erkannte ich nicht wieder. Ich flitzte raus und setzte mich
schiffen.. ELENDE FRAUEN , was man sich alles als Mann aneignen
läßt. Es pullerte. Ich sah um mich rum. keine Schamhaare,
daneben gepißt und so. Nichts. Ich hatte wohl eine Frau
am Hals. Scheiße noch mal. Was wollte die von mir? Meinen
Schwanz, mal hin riechen wenn ich einen gelassen hab. Am ende sogar
mich, wenn ich von der Arbeit komme. Scheiße noch mal! Da
brauch´ ich Bier ,einen drink eben, viel Zigaretten, den Geruch
von meinen Schweißfüßen bis ich ihn nicht mehr
ertragen kann. Und sonst noch einiges mehr. Also duschte ich
mich danach. Seife hier, seife dort und da im besonderen. Und dann
ging ich raus ,stand nackt vor meinem Schlafzimmerschrank von dazumal
und bekam einen steifen. Auf die Tür, raus die Hose an
den Morgenmantel. Es ging mit uns nicht lange gut, ein schönes
Weilchen eben. Aber danach hatte ich meinen Kühlschrank wieder
für mich und sie ihren Liebhaber. Als es aus war mit ihr hab
ich mich schwer besoffen, ich schrieb sogar ein Gedicht für
sie. "So`ne Sache kann man nicht Lieben". Das war auch
kein HIT. Es kann sein, hinter den Machenschaften eines vorgesetzten
zu kommen aber nicht hinter den dingen der Frauen. Klar mochte
ich sie, sie besaß was, 'ne ganze menge sogar. Aber eben nicht
das was ich geben konnte. Immer sollte alles sauber sein, aufgeräumt.
Das teil da das andere dort.. Raus und weg bevor man sich einen
scheißegal ist. Ich liebe meinen Siff. den letzten am Klopapier,
volle Aschenbecher, Bremsstreifen in meiner Unterhose aber nicht
in ihrer. Okay sie war ich los. Ich hatte sie los, sie hatte mich
los. Meine Bude war aufgeräumt. Wir hatten uns nichts zu sagen.
Verdammter Arbeiterjobby voller grammatikalischer Fehlern. Ach,
wir liebten uns ein Weilchen, wir mochten uns sogar, aber eben nicht
lange genug. Da war einfach die Tür zwischen mir näher
als und sie und Gefühlen ...Naja. Die Chefs bogen sich
auf. Wir waren nur die Arschlöcher. Jeder mußte SICHERHEITSSCHUHE
tragen ob er es konnte oder nicht. Näheres bestimmte eine sonstwas.
Dann bekamen wir auf HANDSCHUHE ZU TRAGEN: Der Verletztungsgefahr
und allenthalben. Ich war SANITÄTER: Ich hatte so ein Verletztenbuch
in dem ich alles 'reinschrieb. Der Finger ist ab und kann kein
Hammer mehr halten, oder so ähnlich. Ich schrieb in das Buch
rein: Tiefe Schnittwunde am Ehering. Der alte Sack mußte
dableiben bis Schichtende. Nicht daß ich ein schlechter Mensch
bin. Es gab auch fälle die mit dem NOTARZTWAGEN WEGEBRACHT
WURDEN: Es war nie ein CHEF DABEI. Scheiße noch mal was
wollen die von mir. Das waren doch nur windige Verletzungen die
keiner für ernst nimmt, die aber für ernst genommen werden
müssen weil man darüber aufgeklärt worden ist. Von
den CHEFS? Als Kind bekam ich immer meinen Zehner für den
Klingelbeutel mit. Meistens haben wir ihn verjuxt am nächsten
Kaugummiautomat. Da gab es auf dem weg einen mit RICHTIGEN
Kaugummigeschmack. Und wen der Pfarrer in der Empore alles los gelassen
hat knetschten wir das letzte aus dem teil heraus. Und dann kamen
die Gottesdiesthelfer um uns das alles klar zu machen was der HERR
PFARRER UNS KINDER rüber bringen wollte. Ich erinnere mich
nur noch an die Denkaufgaben. Jesus und so, und habt ihr auch richtig
hingehört. Chefshit! Auf einmal erhöhte sich das "Klingelbeutelgeld",
und ein Strom von Kinder ergoß sich in die "FRÜHVORSTELLUNG"
Irgendwie mußten sich die alle abgesprochen haben. Also gingen
wie nicht hin sondern ins KINO. Kann sein daß wir uns
andauernd verarschen. Ich hab noch nicht ein teil von dem was die
narren herstellen in meiner Bude gebraucht. Es waren immer nur Schecks
und noch mal Schecks. Sei's 'drum. Die Glocken von den Katholen
läuten sich ein ab, kurz danach bimmeln die Evangelen. Es fehlte
in dem Kaff ein Minarett von den Juden blieb nur ein Name übrig.
Judenhof, Judengasse. Und keiner wollte es gewesen seinIch setzte
mich an die Schreibmaschine und schrieb ein Gedicht über den
Winter in uns. Es wurde ein langes Gedicht über den Winter
und all die Kälte. Es wurde mir zu dumm und ich kam auf den
Gedanken ein Gedicht über den Frühling zu schreiben. Sex
und so. HORMONE. Die Sachen wurden alle beide nichts. Also machte
ich mir Spiegeleier. Es gab Rotwein dazu und Brot. Alles aus der
NORMA. Ich mußte einfach zu Geld kommen. Ich mußte
mich weiter mit den Blues 'rumplagen. Die Stechuhr rief. Komisch.
die Arbeit fühlte sich nach alle dem nicht besser an. Ich stand
vor dem Kaffeeautomat und machte mir meine Gedanken. - Im Grunde
sind wir alle in Ketten gelegt, wissen es nur nicht und aus dem
Grund machen wir so weiter. Ich hab 'mich selber erwischt! Naja.
Ich schnappte meinen drink und arbeitete weiter. Nur meine Fehler
versuchte ich wie immer klein zu halten. Klar kam mal was bei mir
vor. Was soll's. Flugzeuge stürzen auch ab. Ich nicht. Ich
machte mich klein und unterwürfig. Ich ließ keinen an
mich ran. Und wenn was schief lief und die oberschlauen wollten
dahinter kommen sagte ich immer: "Kann sein, daß ich
Mist gebaut habe, aber ich bin so unsicher wie ihr. Okay! Wir sind
da um die dinge ins Lot zu bringen damit sich das nicht noch einmal
wiederholt "Ich ließ einfach nichts auf meine Kumpel
kommen. Wir waren doch ein TEAM! Ein beschissenes. Die hatten nur
ihren BENZ im Kopf, eine geschminkte TUSSI mit SLIPEINLAGE. Und
ich brauchte nur meine ruhe. Keine Ahnung wo die herkommen soll.
Ich saß gerade auf dem Scheißhaus. Es klingelte. Ich
hatte mir vorgenommen den Tag in Bett zu verbringen, den Schwanz
festhalten, das Glas in der Hand mit SCOTSH und eiswürfelgebimber.
Gottgleich. Die Welt konnte mich am Arsch lecken .Ich ließ
mir zeit, wischte mir aus trotz den Arsch langsamer aus. Das teil
wehrte sich. Mal drei Blatt, mal zehn und arschlecken. Runter spülen,
Hände waschen. Es war die Tussi von der Fete an der Sprechanlage.
"JA". "Ich bin's, die Karin. Was machst du so?"
"Naja, ich wollte mich besaufen und im Bett 'rum liegen und
mir einen runter holen". "Ich wollte eigentlich 'mal
vorbeikommen, ohne all die Typen und so". Ich hatte meinen
letzten Wein getrunken, es gab nur noch Orangensaft und die Nachrichten
von NTV. Einer killte den anderen und zwischendurch brachten sie
den Wetterbericht . Es ging um einen Kampf zwischen den Moslems
den Christen und den Ungläubigen. Ein Gemetzel ohne gleichen
ich verfolgte das einige zeit. Dann wollte ich mich aufhängen.
Naja, auf meinen Abschiedsbrief hätten sowieso alle geschissen.
Ich ließ es bleiben und schaltete den Zinober ab. Dreißig
Fernsehsender können einen ganz schön an die Nieren gehen
.Einer verjagt den anderen und du kannst nur vom Fernsehsessel aus
zuschauen und nichts machen. Nur weinen, sollte wohl ein Gedicht
darüber schreiben, ein lautes, voller anklage, wie Jesus am
Kreuz, denn er mußte sterben mit all dem grauen das einem
Folteropfer widerfährt und auferstehen, sich zeigen als Zeugnis
daß niemand und nichts verloren gegangen ist. Nichtmal so'n
teil was auf der roten liste steht. Und in dem zustand ging
die Klingel noch einmal. "Ja". Ich machte die Gangtür
Auf. Sie stand vor mir. "Ich bin's, die "Karin, es
war unten auf". Sie hatte einen gestrickten Beutel über
der Schulter hängen. Er klingelte nach Flaschen. Ich wischte
meine tränen weg und warf die Tür hinter Ihr zu. anschließend
bugsierte ich sie in mein Zimmer auf das Sofa. Ich flackte
mich dazu. Ich mußte meine Brille putzen, meine Augen abwischen,
abschalten. Ich mußte verlogen sein. VERDAMMTE NACHRICHTEN;
GEFÜHLE;SEX UND FRAUEN. Himmel, ich mochte sie. Dann
packte sie die Flaschen aus. Billiges Zeug aus der NORMA, Und ALDI.
Rotwein, auch ein Liter in Pappe. Naja. Wir küßten
uns ein Weilchen ,ich fummelte an ihrer Brust 'rum. Das war es auch.
Ich stellte ihr Zeug im Trab in den Kühlschrank und ließ
sie links liegen. Ich war auf was andrem scharf. EINEM GEDICHT
! Der PC flüsterte vor sich hin, ich fluchte leise vor
mich hin. Die Fenster waren Offen und eindringlich läuteten
die KATHOLEN .BIM, BAM, DIBIMDEBAM. Langsam ließ der Klöppel
nach. DEBAM DEB Am, debamm, bammm. Ich wollte ein Gedicht schreiben.
Warum wehre ich mich? Es ging wirklich gut an 'ne Kostprobe. ich
konnte es eh nicht weiterdenken. Folgendes:
sei leise leben Störe mich nicht deine Hand mit
all den Fingern zerstreichelt mich Dann ging ich zum Kühlschrank
und machte mir den Wein in Pappe aus der Norma auf. Danach gab es
einen richtigen Dialog mit dem Teil. Am Ende war der Wein weg aber
ich keinen Schritt weiter. Wie konnte ich auch. Karin hatte
es sich auf dem Sofa bequem gemacht. Sie strickte an einen Teil
herum. Sollte wohl einen Pullover abgeben. Ich bekam es aus dem
Augenwinkel mit, so über die Schulter leicht rechts. Wie in
der Schule. Beim abgucken erwischt. Ich parkte den PC. Und aus.
Keine Ahnung was sie von mir wollte. Eine Umarmung vielleicht, ein
Streicheln, Annahme. Nach Sex war mir nicht zu mute. Immer hin und
her und geschwitze. Meine Gedanken hingen was anderem nach. Krieg
und Metzelei. Wir vögelten später dann doch ein Weilchen,
sehnten uns Weg. Und hin und wider blitzte so was wie liebe auf.
Geh nicht weg. Wir berührten uns so zärtlich, verschmuste
geile Katzen. Dann mußte ich doch mein Gedicht schreiben.
Die Nacht war 'rum. AUF SCHICHT: Die erste. Der Radiowecker
fing an. Eine alte Schnulze aus den goldenen Sechzigern. Gleich
aus das Ding und unter die Dusche. Ich gurgelte meinen Rachen frei
von all dem geschnarche. Hut, Regenschirm, und Brille. In aller
Eile eine Zigarette und Tschüs. Ich war aufgezogen wie immer.
Eine losgelassene Kugel die treffen wollte. "Servus, grüß
dich, Hallo". Und dann war ich da. Am Pförtner vorbei.
Ich war wieder drin! Die Magnetkarte durch die Stechuhr gezogen,
ein joviales piep von dem teil, und ich war angekommen. Am
Aushang gab es neues. Zahlen wurden immer verschwiegen. Klartext:
Sie hatten eine Rechnung aufgemacht von einem der sechzigtausend
in Jahr verdient und seine Frau die Hälfte dazu. Im Grunde
würde der Mann nicht 'draufzahlen wenn er den Job sein lassen
würde, mit all der Ablösesumme und so, mit samt der Unterstützung
vom Arbeitsamt. Ein Luser konnte er demnach nicht werden. Da fehlten
nach der Rechnung ein paar Mark, aber die würden sich wegen
den gesparten Striktesten in die Arbeit ja aufrechnen. EIN GESCHÄFT
also. Verpiss dich und es zahlt sich aus. Arbeite nie mehr etwas
und du fühlst dich wohl. Das Beispiel hing da. Es gab nicht
viel von der Sorte. Jeder Fuker wurde darauf angesprochen seinen
Job gehen zu lassen um der FIRMA einen Dienst und mehr Gewinn zu
erweisen. Es traf die Junkster, die sich gerade eingelebt hatten
die Bauherren mit ihren Frauen und kleinen Kindern, die gerade eine
feste Anstellung ergattert hatten. Die Oma wohnte ja nur um die
ecke und sie war für alles gut. Den Hypotheken, ein Notgroschen
für alles. Leckt mich doch alle mal. Wenn die auf mich
zukommen und mir ein Angebot machen Schlag ich es sicher nicht aus.
Ich machte meinen Job, und doch ging mir die Muffe. Es gab auf einmal
so viele die sich sicher fühlten. Sie trugen die Nase hoch
wie Halbgötter. Tag drauf waren sie verschwunden. Es gab einen
Kasten Urlaubsbier und weiter nichts von ihnen. Unsere Abteilung
bekam immer von dem Freibier ab. Wir wurden Trinker. Es ergaben
sich eigenartige Dialoge. Manche mit Gesten unterlegt, wie etwa;
ein zuzwinkern, ein` Kussmund irre zugeworfen. Manche pfiffen
oder wieder andere ließen einen Schrei unter der Arbeit los.
Einige sangen lauthals zur Schnulzenmusik aus dem Radio und
machten Fickbewegungen aus der Hüfte heraus. Die ordinären
Witze kamen gut an und untereinander war sich keiner gut genug.
Schon gut gefickt? Die Gewerkschaft hatte sich abgeduckt. Sie war
nur noch Konkursverwalter. Und ich war mitten drin und mußte
mir all das gefallen lassen. Es gab einen Asozialplan und ich hatte
nur noch den Feierabend im Sinn. KARIN.Es gibt wenige Frauen die
es mit mir aushalten. Sie saß immer noch da strickte und ich
war verstrickt. Keine Ahnung was der Oberchef von mir wollte. Kurz
nach Feierabend. Und da saß sie nun da in meiner Wohnung,
mitten drin in meinem leben und ich hing an mei`m Kühlschrank
und genehmigte mir einen Schluck Wodka, wie immer. Das war doch
Protest. Und ein Bier. Dann die Nachrichten von NTV. Wie kann ich
sie los werden? "Okay, du hast gewonnen" .Bei DALLAS
schloß ich meine Augen und hörte sonstwas zu. FRAUEN!
Strickende FRAUEN. Ich schlief in ihren Schoß ein, sie streichelte
mir über das Haar. Ich war aufgehoben. Es war alles prima.
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